Elektrosmog-Risiko nicht geklärt
Strahlenschutzkommission spricht von "Verdachtsmomenten"

HAMBURG, 16. September (ap). Die Strahlenschutzkommission des Bundes schließt Gesundheitsgefahren durch Elektrosmog aus Handys und Hochspannungsleitungen nicht aus. Zwar reichten nach heutigem Kenntnisstand die Grenzwerte für elektromagnetische Felder aus, und Gesundheitsgefahren ließen sich derzeit nicht nachweisen. Doch besonders beim Mobilfunk müssten mögliche zusätzliche Risiken erst aufgeklärt werden, erklärte die Kommission am Sonntag in Berlin.

Bei niederfrequenten Feldern, die vor allem von Hochspannungsmasten ausgehen, enthielten mehrere Studien "Verdachtsmomente, wonach von diesen elektromagnetischen Feldern auch unterhalb der Grenzwerte möglicherweise eine Krebsgefahr ausgehen könnte", erklärte das Gremium.

Umweltminister Jürgen Trittin (Grüne) will nun prüfen, ob sich aus dieser Empfehlung Auswirkungen auf die geplante Novellierung der Elektrosmog-Verordnung ergeben. "Anschließend legen wir fest, welche politischen Konsequenzen zu ziehen sind", sagte Trittin der Welt am Sonntag. Er verwies darauf, dass sein Ministerium bereits eine deutliche Aufstockung der Forschungsmittel auf rund 17 Millionen Mark bis 2005 in die Wege geleitet habe.

 

 

Albsmog / Mobilfunk Bürgerforum 17.09.2001

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